TABELLE
| 1. | TSV 1860 Rosenheim |
|---|---|
| 2. | SC Eltersdorf |
| 3. | SpVgg Bayern Hof |
| 4. | VfL Frohnlach |
| 5. | SV Seligenporten |
TERMINE
| 03.03.2012, 15:00 | |
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| SB DJK Rosenheim - SpVgg Bayern Hof | |
TORSCHÜTZEN
| 11 | Cem Ekinci |
|---|---|
| 6 | Perparim Gashi |
| 4 | Daniel Schäffler |
| 4 | Daniel Felgenhauer |
| 1 | Papi Domingos Henriques |
| 1 | Ali Yetkin |
| 1 | Daniel Meyer |
| 1 | Marcel Findeiß |
| 1 | Vignon Amégan |
| 1 | Cosmin-Adrian Ichim |
Fanporträts
Die Herrschaften wünschen Sekt!
09.03.2009
1971. Eine Raststätte, irgendwo zwischen Karlsruhe und Hof. Einige Fans des FC Bayern Hof kehren ein auf ihrem Heimweg von einem
Auswärtsspiel beim KSC. Die Stimmung ist gut, schließlich haben die Gelbschwarzen im Wildpark 2:0 gewonnen. Und die Laune wird noch
besser, als Gus Backus das Rasthaus betritt. Einer der Bayern-Fans fordert den Schlagerstar auf: „Gus, sing uns aans!“ Doch statt
eines Spontan-Auftritts in der Raststätte will der Sänger die Hofer Jungs einladen und fragt, was sie trinken möchten. Die
standesgemäße Antwort: „Die Herrschaften wünschen Sekt!“
In diesem Moment wurden aus einer etwa zehnköpfigen Fangruppe die „Herrschaften“, die Bayern Hof bis heute die Treue halten. Gerhard Sörgel, Manfred Opitz, Jörg Herr, Michael Geissner und Werner Schott sind als harter Kern übrig geblieben.
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Manfred Opitz war 1962 zum ersten Mal auf der Grünen Au, sein Onkel Robert hatte ihn geschickt, nur um nachzuschauen, wie es steht. Manfred gefiel es aber so gut, dass er gleich dort geblieben ist. Gerhard Sörgel hat den FC Bayern Hof zum ersten Mal in einem Freundschaftsspiel beim ESV Hof erlebt und lange mit dem falschen Team mitgefiebert, denn die Bayern spielten ausnahmsweise in rot und blau. 1958 gegen Viktoria Aschaffenburg saß er zum ersten Mal auf der Holztribüne, wechselte aber bald unter die Anzeigetafel, lernte dort die anderen „Herrschaften“ kennen und entwickelte mit ihnen feste Fanrituale: Vor und nach dem Spiel traf man sich in der Altstadt in der damaligen „Espresso Bar“, schon eine Stunde vor Anpfiff musste man auf der Au sein, um sich den Stammplatz zu sichern. Manchmal war das Stadion so voll, dass Kinder von den Zuschauern hochgehoben und nach vorne getragen wurden.
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Auch an die erste Auswärtsfahrt der „Herrschaften“ erinnern sich Opitz und Sörgel genau: Am 5. Dezember 1967 ging’s mit mehreren tausend Hofer Fans nach Schweinfurt. Auf dem Weg zum Stadion wurde die gut gelaunte Truppe in gelb uns schwarz von verwunderten US-Soldaten gefragt, was es mit diesem „Umzug“ auf sich hätte. In Vereinsfarben gekleidete Fußballfans waren den Amerikanern fremd und so hatten sie wohl eher eine Faschingsveranstaltung vermutet… Beim Einmarsch in das Schweinfurter Stadion rollten die „Herrschaften“ dann ein Transparent aus, dessen Aufschrift sogar in der Radio-Livereportage zitiert wurde: „Hof findet keine Gegner mehr, schickt uns Inter Mailand her!“ Das Spiel endete 0:0, der FC Bayern Hof wurde am Saisonende Süddeutscher Meister und qualifizierte sich für die Bundesliga-Aufstiegsrunde. Selbstbewusst traten die „Herrschaften“ in der Fremde immer auf: 1972 holten sie in Kassel die Klubfahne der Hausherren von einem Fahnenmast im Fanblock ein und hissten kurzerhand eine gelb-schwarze Fahne. Bei einem Spiel in Bayreuth nahmen die großen Fahnen den Fernsehkameras die Sicht auf das Spielgeschehen. Nach Bitten des damaligen Bayern-Vorsitzenden Peter Scherdel legten die Fans ihre Fahnen zur Seite, spätestens beim Torjubel jedoch bestand das TV-Bild wieder nur aus einem Hofer Fahnenmeer. Apropos Fahnen: Jörg Herr, eine der „Herrschaften“, erfuhr vor einem Aufstiegsspiel zur Bundesliga, dass die Bayern ausnahmsweise in weiß spielen würden. Seine Mutter musste ihm extra für diese Partie eine große weiße Fahne aus Bettlaken nähen, damit er nicht für einen Fan des Gegners gehalten werden konnte.
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Manfred Opitz verpasst bis heute nach Möglichkeit kein Heimspiel, tauscht notfalls Schichtdienste und ist auch auswärts mit den „Herrschaften“ und ihren Familien dabei. Nur Bayreuth lassen sie aus: „Am 13. November 2004 haben wir beschlossen, dass die von uns keinen Cent mehr bekommen“, so Opitz.
Auch Gerhard Sörgel besucht die Spiele auf der Au, wenn er in Hof ist. Er lebte und arbeitete unter anderem in Saudi-Arabien, Bahrain, Dubai, Kuwait, im Oman, in Ägypten, Indonesien, Thailand und China, wo er eine College-Fußballmannschaft leitete, die er natürlich auch auf seine Hofer Bayern eingeschworen hat. Über das Geschehen auf der Grünen Au informiert sich Sörgel auf bayern-hof.de auf dem Laufenden. Und ab und zu schickt er von den fernen Philippinen, wo er heute seinen Wohnsitz hat und die Gründung eines Fußballclubs plant, ein Gedicht, das er im BHFC-Internetforum veröffentlicht.
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In einem Punkt sind sich die „Herrschaften“ einig: „Auch heute noch wird auf der Grünen Au guter Fußball gespielt. Allerdings war Bayern Hof früher Gesprächsthema Nummer 1 in der Stadt. Alle haben unter der Woche auf das nächste Spiel hingefiebert. Und sogar die Frauen, die sich Samstagnachmittag der Grabpflege widmeten, wussten, ob die Bayern gewonnen hatten. Sie mussten nur die Torjubel zählen, die von der Grünen Au bis hinüber zum Friedhof zu hören waren…“
Zu guter letzt noch ein Anliegen der „Herrschaften“: „Früher war auf der Au immer ein Fan, der nur „Zylinder“ genannt wurde. Wir würden gerne wissen, was aus ihm geworden ist. Herzlichen Dank für Ihre Hinweise!“








