TABELLE
| 1. | TSV 1860 Rosenheim |
|---|---|
| 2. | SC Eltersdorf |
| 3. | SpVgg Bayern Hof |
| 4. | VfL Frohnlach |
| 5. | SV Seligenporten |
TERMINE
| 03.03.2012, 15:00 | |
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| SB DJK Rosenheim - SpVgg Bayern Hof | |
TORSCHÜTZEN
| 11 | Cem Ekinci |
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| 6 | Perparim Gashi |
| 4 | Daniel Schäffler |
| 4 | Daniel Felgenhauer |
| 1 | Papi Domingos Henriques |
| 1 | Ali Yetkin |
| 1 | Daniel Meyer |
| 1 | Marcel Findeiß |
| 1 | Vignon Amégan |
| 1 | Cosmin-Adrian Ichim |
Fanporträts
Der Elch vom OBI-Schild
03.03.2008
Seit über drei Jahrzehnten verfolgt er die Spiele der Hofer Bayern. Seinen Stammplatz hat Horst „Elch“ Geusser hinter dem Holz-Schödel-Tor, genauer: unter dem Werbeschild von OBI. Was ihn dorthin verschlagen hat, weiß er nicht mehr – es mag wohl mit der Fanwanderung in der Halbzeitpause zu tun gehabt haben. Denn eigentlich stand er als Mitglied des Fanclubs „Gelb-Schwarz“ unter der Anzeigetafel. Genau erinnert sich der Elch aber an sein erstes Spiel auf der Au. Anders als viele Bayern-Anhänger wurde ihm die Liebe zum Verein nicht in die Wiege gelegt, wurde er nicht vom Vater mit auf die Au genommen. Vielmehr beschloss er an einem Nachmittag in den frühen Siebzigern, eines dieser Fußballspiele zu besuchen, von denen man in der Stadt so oft und viel sprach und sich diesen FC Bayern Hof auch einmal anzusehen. Also schlich sich der Dreizehnjährige auf die Holztribüne und verfolgte, wie Jahn Regensburg mit 4:0 nach Hause geschickt wurde.
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Als am 6. April 1977 der Fanclub „Gelb-Schwarz“ gegründet wird, ist Horst Geusser dabei. Es hatten sich Fans zusammengetan, die den FC Bayern Hof auch auswärts unterstützen wollten – alle etwa zwischen 16 und 18 Jahren. Ihre Gruppe wächst rasch, aus einer Interessengemeinschaft entwickelt sich ein eingetragener Verein mit bis zu 100 Mitgliedern, in dessen Vorstand sich Horst Geusser engagiert und sich unter anderem um Herstellung und Vertrieb von Fanartikeln kümmert – mit großem Erfolg: die gelbschwarzen Devotionalien verkaufen sich gut. Und das nicht nur in Hof, sondern auch auf Turnieren, die er besucht und bei denen er immer einen gut gefüllten Koffer mit der Kollektion des Fanclubs bei sich hat. Der Begriff Groundhopping mag damals noch nicht besonders verbreitet gewesen sein – doch die Freizeitgestaltung des Elchs hatte durchaus Ähnlichkeit damit: Der Fanclub „Gelb-Schwarz“ nimmt mit einer eigenen Mannschaft an Turnieren in ganz Deutschland, aber auch in Österreich und der Schweiz, Teil. Schließlich bieten die Hofer Fußballfans dem Deutschen Fanclub-Verband (DFFV) an, die Deutsche Fanclubmeisterschaft in Hof auszutragen. Sie bekommen den Zuschlag und organisieren an Ostern 1981 dieses große Turnier in der Freiheitshalle Hof.
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Horst Geusser trifft viele Fans anderer Vereine. Bis zu 1300 Briefe schreibt er im Jahr, um mit ihnen und den Kollegen vom Fanclub „Gelb-Schwarz“ in Kontakt zu bleiben – in einer Zeit lange vor Internetforen, in denen man sich heute jederzeit unkompliziert austauschen kann. Einige Kontakte bestehen bis heute – zum Beispiel zu einer Berlinerin, die als Hertha-Fan ihren späteren Ehemann, einen Gelb-Schwarzen, kennen lernte. „Schräge Vögel“, sagt Geusser, gab es damals wie heute unter den Fans. Ein bisschen vergleicht er seinen Fanclub „Gelb-Schwarz“ mit den Jungs von „BHFC“ – auch die haben sich zusammengetan, um Bayern Hof zu unterstützen. Aber natürlich hat sich die Zeit verändert, für den Elch nicht immer nachvollziehbar: Seine riesige Bayern-Fahne hat er einem jüngeren Fan „vererbt“, der sie, aufgrund einer Verordnung der Stadt Hof, nicht auf der Au schwenken darf, weil die Fahnenstange zu lang ist...
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1986 tritt der Elch aus dem Fanclub aus. Er ist nicht der Einzige: Viele ziehen weg aus Hof, andere wechseln auf einen Sitzplatz auf der Grünen Au. Durch den sportlichen Abstieg des FC Bayern kehren manche dem Verein den Rücken. Horst Geusser nicht. Nur einmal ist er richtig sauer auf sein Team: Nach dem Bayernliga-Abstieg 2004 geht er nicht mehr auf die Au. Doch bei den ersten Heimspielen in der Landesliga dringt immer wieder Jubel aus dem Stadion auf seinen nahe gelegenen Balkon. Schon bald ist er wieder live dabei, unterstützt Bayern Hof „durch seine Anwesenheit“ und freut sich über das „Gewaaf“, das zu einem Au-Besuch einfach dazu gehört.
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Geusser hat viele Stadien gesehen, bei den Europameisterschaften 1984 und 1988, er hat die Nationalmannschaft nach Wembley begleitet – und doch liebt er die Grüne Au – bei Wind und Wetter. Für kein schickes Fußball-Event in einer modernen Arena würde er ein Spiel seiner Hofer Bayern verpassen. Ganz glücklich ist er freilich nicht: „Regionalliga wäre schön“. Und es könnte noch etwas mehr los sein im Stadion, aber die Stimmung kommt von selbst, wenn die Jungs auf dem Spielfeld alles geben, ist er überzeugt. Und dann wäre da noch das Derby: Eine Saison mit zwei Siegen gegen Bayreuth – das ist es, wovon der Elch träumt – unter seinem OBI-Schild…









